Die Entwicklung der Boule-Spiele reicht Jahrhunderte zurück. Ihren Anfang nahmen sie in Form unterschiedlicher Kugelspiele, die in zahlreichen Lädern von allen Schichten der Bevölkerung
ausgeübt wurden. Schon im 13. Jahrhundert wurde in Frankreich mit Holzkugeln Boule gespielt.Hierbei ging es darum, die Kugel möglichst nahe an ein Ziel zu plazieren, entsprach also in etwa den heutigen Version
Der schönste Bouleplatz der Welt
Das Pétanque genannte Spiel ganz ohne Anlauf gibt es erst seit 1907. Die Bezeichnung stammt vom provenzalischen Ausdruck "ped tanco", was so viel wie "mit geschlossenen Füßen" bedeutet. Das Spielfeld ist kürzer, und die Kugeln werden ohne Anlauf
aus einem Kreis heraus geworfen.Das Spiel fand rasch großen Anklang, 1908 wurden in dem kleinen Städtchen La Ciotat östlich von Marseille die ersten Turniere veranstaltet. In der zweiten Hlfte des 19. Jahrhunderts begann man in Lyon das "Boule Lyonnaise" zu spielen. 1894 wurde dort auch der erste Wettbewerb veranstaltet, bei dem über 1000 Spieler drei Tage lang um die Plätze rangen. 1906 wurde der erste Verband gegründet
"Das Boulespiel ist gut gegen Rheuma und alle möglichen anderenLeiden, und es ist für Menschen aller Altersstufen geeignet, vom Kind bis zum Greis.".
Das Spiel fand einen derartigen Anklang, dass es im 14. Jahrhundert von Karl IV. und von Karl V. verboten wurde! Die Herrscher waren es leid, dass ihre Untertanen dem Boulespiel frönten, anstatt den Umgang mit Pfeil und Bogen zu üben.In Frankreich wurden die Boulespieler damals "Bouleurs" genannt